Die Verhandlungen standen mehrfach auf der Kippe

Laut Teilnehmern sollen die Gespräche am Wochenende mehrfach kurz davor gewesen sein, abgebrochen zu werden. Der Konflikt um den Maifeiertag war dabei nur einer von mehreren Punkten, die für scharfe Spannungen sorgten. Je länger die Beratungen dauerten, desto deutlicher wurde, wie tief die Gräben zwischen den Partnern in einzelnen Fragen offenbar verlaufen.
Neben der Feiertagsdebatte ging es dem Bericht zufolge auch um eine mögliche Kürzung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, um eine Steuerreform sowie um die von der SPD geforderte Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Diese Mischung aus sozialpolitischen und finanzpolitischen Streitpunkten machte das Treffen zu einem echten Belastungstest für die Koalition.
Gerade deshalb wurde am Ende nicht nur um Inhalte gerungen, sondern auch um das politische Gesichtswahren. Im nächsten Schritt zeigt sich, wie hart beide Seiten die Nacht von Tegel erlebt haben.